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Auseinandersetzung um Berliner Spielcasino

Paul-Gauselmann

Im letzten Jahr hat die Spielbank in Berlin einen großen Aufschwung erlebt. 2015 war mit einer Zunahme um bis zu 10% bei der Anzahl der Spieler und den eingesetzten Geldbeträgen ein sehr erfolgreiches Jahr und stellte damit eine neue finanzielle Aufwärtsbewegung für Berlins Spielbank dar. Nachdem die Spielbank durch neue gesetzliche Einschränkungen im Sinne des Rauchverbots und durch die immer bedeutender werdenden Spielmöglichkeiten aus dem Internet finanzielle Einbußen machen musste, zieht man aus der aktuellen Entwicklung eine positive Bilanz.

Münstermanns Position ist gefährdet

Der bisherige Geschäftsführer des Wirtschaftsunternehmens Günter Münstermann sorgt sich allerdings um seine Zukunft bei der Berliner Spielbank. Grund dafür ist die neue Ausschreibung der Lizenz. Hauptkonkurrent ist der 81-jährige Paul Gauselmann, der Geschäftsführer der Gauselmann-Gruppe und damit der Merkur-Spielotheken ist. Nach dem Zusammenschluss der Gauselmann-Gruppe mit dem Grand Casino Baden, erweiterten sie ihre Casinos um Standpunkte in der Schweiz, in Wien und in Sachsen-Anhalt. Neuestes Ziel für weitere Casinos ist nun Berlin.

Gauselmann ist größter Konkurrent

Die Gauselmann-Gruppe macht jährlich einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro und hat 9000 Angestellte. Künftig soll aus ihr eine Familienstiftung werden. Die Lizenz für die Berliner Spielbank, die neu vergeben wird, soll künftig für einen Zeitraum von 15 Jahre ausgeschrieben werden. Die jetzige Genehmigung läuft zum 31.12.2015 aus.

Obwohl bereits seit 2012 bekannt ist, dass die Lizenz neu vergeben werden soll, hat sich die Ausschreibung bis zuletzt hinaus gezögert, da man vonseiten der CDU nicht darauf vorbereitet war, dass es zu einem Streit zwischen mehreren Parteien kommen könnte.

Eine Entscheidung folgt 2016

Aufgrund dieser ungeklärten Lage wurde eine Zwischenlösung gefunden, die einerseits vermeiden soll, dass überstürzt Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren und andererseits zukünftige Bewerber Zeit haben ein fundiertes Konzept auszuarbeiten. Diese Übergangslösung ist auf zwei Jahre beschränkt und betrifft insgesamt vier Standorte in Berlin. Die Gauselmann-Gruppe hat gegen diese Entscheidung gerichtlich eingelenkt. Eine Entscheidung wird allerdings erst im kommenden Jahr getroffen.

Quelle: morgenpost.de